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  ZONE

 

Die Höchstgeschwindigkeit auf dem  Wederdamm beträgt 10km/h.

Im übrigen Gelände ist Schrittgeschwindigkeit zu fahren.

 

 

 

 Tipps für den Anbau von Frühkartoffeln

 

Sorteneigenschaften

 

Solist

Goldmarie

Wega

Birgit

Talent

Reifegruppe:

Früheste dt. Sorte, sehr früher Knollen­ansatz

früh, hoher Ertrag

mittelfrüh, hoher Ertrag bei guter Sortierung

mittelfrüh, hoher Knollenansatz

Mittelfrüh, geringere Anzahl, dafür größere Knollen

Kocheignung:

vorw. festkochend

fest kochend

vorw. festkochend

vorw. festkochend

mehlig kochend

Speisewert:

guter Geschmack

sehr guter Geschmack

herausragende Speisequalität, qualitätsstabil

sehr gute Speisewerte

hervorragender Geschmack, qualitätsstabil

Knolle:

rundoval, rel. groß­fallend, glattschalig

langoval, überwiegend mittlelgroß, Augen sehr flach, glattschalig

oval, überwiegend mittlelgroß, Schale ge­netzt, Fleisch tiefgelb

oval – langoval, mittel bis groß, rotschalig, Fleisch intensiv gelb

langoval, mittel bis groß, glatt bis leicht genetzt

Nematoden-Resistenz


Ro1/Ro4


Ro1/Ro4


Ro1/Ro4


Ro1/Ro4


Ro1/Ro4

Anfälligkeit für
Krautfäule
Schorf*


gering (frühe Ernte)
gering


gering bis mittel
gering


gering
gering


mittel
gering


gering bis mittel
sehr gering

Lagerfähigkeit

sehr gut; Keim­neigung sehr gering

Keimneigung niedrig  

geringe bis mittlere Keimneigung

sehr gut, lange Keimruhe  

Sehr keimruhige Sorte

*) auf leichten Böden, wenn sie austrockenen, generell etwas höhere Anfälligkeit für Schorf

Anbauempfehlungen

1. Standortansprüche und Wasserversorgung

Kartoffeln bevorzugen Böden in gutem Kulturzustand. Zur Erzielung hoher Erträgen und zur Reduzierung von Schorfbefall ist jedoch auf leichten Böden eine ausreichende gleichmäßige Wasserversorgung erfor­derlich, d.h. bei Trockenheit sollte regelmäßig eine gute Durchfeuchtung des Bodens über ein mehrmaliges Fluten der Dammzwischenräume erfolgen (aufgrund des sehr frühen Knollenansatzes besonders wichtig bei Solist). Ein Abdecken der bepflanzten Dämme bis Mitte Mai mit Folie, besser Vlies, führt bei den sehr frühen Sorten und einem Pflanztermin in der ersten April-Woche zu einer wesentlichen Vorverlegung des Erntetermins bereits in die letzte Juni-Woche.

2. Pflanzung

Zur Gewährleistung einer frühen, ertragssicheren Ernte ist das Pflanzgut vorgekeimt in lockeren, nicht zu feuchten und ausreichend erwärmten Boden (am besten eine Woche vor Pflanzung Abdeckung der vorgeformten Dämme mit Folie oder Vlies) zu bringen. Der optimale Pflanztermin ist vom aktuellen Witterungsverlauf abhängig, liegt aber im Regelfall in der ersten (unter Folie oder Vlies), möglichst nicht später als der zweiten April-Woche. Ein Legeabstand von 28-32 cm bei 65-75 cm Reihenentfernung ist zu empfehlen. Bei Ablagetiefe (5-8 cm) ist zur Minimierung des Anteils ergrünter Knollen auf ausreichende Dammhöhe (ca. 35 cm) und Dammbreite (ca. 55-60 cm) zu achten.

3. Düngung

Der Düngerbedarf (einschl. aus organischer Düngung beträgt für Stickstoff 15-17 g/m2, für Phosphor 8 - 10 g/m2 und Kali 18-24 g/m2 (chloridarm). Unter unseren Bedingungen sind ca. 80 g Blaudünger (d.h. eine Hand voll) je m2 vor Pflanzung zu empfehlen, da für die sehr kurze Wachstumsperiode (80-90 Tage) die Nährstofffreisetzung aus Kompost den Pflanzenbedarf nicht decken kann. Zusätzliche Kalk-Gaben fördern den Schorfbefall. Wenn etwa die Hälfte des Blaudüngers durch granulierten Kalkstickstoff-Dünger ersetzt wird (vor der Pflanzung einarbeiten oder vor dem Anhäufeln streuen), kann damit der Befall mit der Wurzel- und Schalenkrankheit Rhizoctonia (kleine korkige Einstülpungen von 3-8 mm der Schale) deutlich verringert werden.

4. Pflanzenschutz

Die Unkrautbekämpfung sollte durch mehrmaliges flaches Harken der Dämme vor Schließen des Blatt­werks erfolgen. Eine Beregnung oder feuchte Witterung fördern ab etwa Anfang Juni den Befall durch Krautfäule, so dass bei ersten Anzeichen (Welke einzelner Blätter) eine vorbeugende und regelmäßige Bekämpfung mit zugelassenen Mitteln angeraten ist. Das Präparat Infinito hat bei erfolgter Infektion heilen­de Wirkung (aber nur einmal in der Vegetationsperiode anwenden!). Kartoffelkäfer besser absammeln.

5. Ernte und Aufbereitung

Die Ernte kann beginnen, wenn sich aus den ersten Kartoffelblüten Beeren gebildet haben. Um im Klein­garten noch gut geeignete Folgefrüchte (Buschbohnen bis 15.07., Erdbeeren, Rettich, Rote Beete; mit vor­gezogenen Jungpflanzen auch sehr gut Grünkohl, Kohlrabi, Chinakohl, Salat, Mangold) anbauen zu können, ist eine Ernte in der zweiten Juli-Hälfte bis 1. August-Woche zu empfehlen. Erfolgt für die Einkellerung die Ernte erst dann, wenn das Laub völlig eingezogen ist, besteht die Gefahr des Einwanderns von Krankheits­keimen in die Knollen.