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  ZONE

 

Die Höchstgeschwindigkeit auf dem  Wederdamm beträgt 10km/h.

Im übrigen Gelände ist Schrittgeschwindigkeit zu fahren.

 

 

 

Merkblatt für die Vereinsmitglieder

 

(Ausgabe 09.2012)

 

1.    Die Regelung des Schuldrechtsänderungsgesetzes betreffen Wochenendgärten und haben dort inzwischen zu einem etwa 10-fach höheren Pachtniveau geführt als für Kleingärten. Obwohl ein insgesamt gutes Verhältnis zu unseren Verpächtern besteht, ist der Anreiz erheblich gewachsen, uns aus dem Kleingartenstatus „herauszuklagen“. Dafür sind alle Verstöße gegen das Bundes­kleingartengesetz und die Gartenordnung außerordentlich gut geeignet. Deshalb ist unbedingt von allen Parzellen zu sichern:

 

*     Sicherung der gartenbaulichen Nutzung auf 33 % der Parzellenfläche (mindestens 10 % der Parzellenfläche Grabeland als zusammenhängende Fläche), dazu zählt auch der Mindest­standraum für Obstbäume und Beerensträucher sowie die Fläche des Komposthaufens; die kleingärtnerische Nutzung muss als Gesamteindruck überwiegen,

 

*     kein Parken in der Anlage während der gesamten Gartensaison,

 

*     Beseitigung der Waldbäume über 2,50 m Höhe (eine Fällung zu einem Zeitpunkt der sinnvollen Nutzung als Schmuckreisig oder Weihnachtsbaum bzw. ein Bestandsschutz aus wichtigen Naturschutzgründen kann mit dem Vorstand vereinbart werden),

 

*     Einhaltung einer Höhe der Hecken zwischen den und um die Parzellen auf höchstens 1,50 m,

 

*     Einhaltung der Größe des Bungalows entsprechend der DDR-Baugenehmigung bzw. der Gartenlaubengröße (einschl. überdachter Freisitz) von 24 m2,

 

*     Zeitweiligkeit von jeglichen Überdachungen der Terrassen (außer bei vorliegendem Bestands­schutz aus DDR-Zeit), d.h. die Plane o.ä. muss nachprüfbar zum Ende der Gartensaison abgenommen sein.

 

Da die Nichteinhaltung der für uns geltenden Vorschriften durch einzelne Gartenfreunde den Verein als Ganzes gefährden kann, wird der Vereinsvorstand notfalls auch den Zwischenpächter zur Einleitung der gebotenen pachtrechtlichen Maßnahmen informieren.

 

2.    Der Kreisverband als Zwischenpächter weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Überdachung der Terrassen unzulässig ist. Auch der Bestandsschutz aus DDR-Zeit erlischt, wenn eine grundlegende Erneuerung erfolgt. Eine zeitweilige Abdeckung kann toleriert werden, wenn sie nicht den Eindruck der Dauerhaftigkeit erweckt und jeweils bis spätestens 15.09. wieder abgebaut wird. Erfolgt dies nicht, liegt eine verbotene Überschreitung der genehmigten Bauwerksfläche vor, die den Klein­gartenstatus unserer Anlage gefährdet. Daher wird der Zwischenpächter Abmahnungen und bei Nichteinhaltung der Festlegungen eine Kündigung wegen Verstoß gegen das Bundeskleingarten­gesetz vornehmen.

 

3.    Es wird darauf hingewiesen, keinen Müll außerhalb der Mülltonnen abzulagern. Im Müll dürfen nur ein Minimum an Leichtverpackungen, aber auch keine Elektro- und Gartengeräte enthalten sein, ansonsten besteht die Gefahr des Ausschlusses von der Entsorgung durch die AWU – das bedeutet, dass jeder selbst seine Mülltonne haben und die Müllkosten selbst tragen müsste. Die Abfalltrennung ist auch für die Senkung unserer sehr hohen Abfallentsorgungskosten unbedingt notwendig. Allerdings ist dabei zu beachten, dass in die Wertstofftonne nur Leichtverpackungen mit dem grünen Punkt geworfen werden. Enthält die gelbe Tonne daneben auch andere verwertbare Abfälle, die aber keinen grünen Punkt haben, verweigert der Abholer die Annahme, denn er wird diese Abfälle auch nur mit hohen Kosten los. Damit müssen wir den Tonneninhalt dann sortieren, um solche verweigerten Tonnen wieder in Nutzung nehmen zu können. Für die kostenlose Annahme von Sperrmüll auf der Deponie Senzig bzw. an der Abfallumladestation Niederlehme erhält der Verein jährlich Karten vom Abfallzweckverband, die bei Gartenfreundin Ines Hoffmann (Parz. 59 b) erhältlich sind.

 

4.    Per Bundeskleingartengesetz sind wir zur ökologischen Bewirtschaftung verpflichtet, d.h. alle geeig­neten Gartenabfälle zu kompostieren. Da sowohl Ablagerungen von Rasenstücken, Gras-, Hecken- und Baumschnitt im Vereinsgelände und auch außerhalb zu dauerhaftem öffentlichen Schaden bis hin zu Abmahnungen des Vereins mit Androhung mit Ordnungsgeld führen als auch die Entsorgung des Sammelplatzes für Kompostiermaterial den Verein jährlich deutlich über 1.000 Euro kostet, erwarten wir von allen Vereinsfreunden vorrangig eine ordnungsgemäße Kompostierung im eigenen Garten. Grobes Astmaterial kann in die bestehenden Vogelschutzhecken eingebaut (nicht einfach ablagern!) werden, wobei keine Verlängerung der Hecken in Richtung Wederdamm erfolgen darf.


5.     Während der Gartensaison (Mitte März – Mitte Oktober) dürfen zu keiner Zeit Kraftfahrzeuge in der Anlage geparkt werden. Sie sind auf den festgelegten Parkplätzen abzustellen. Ein Verstoß dagegen gefährdet den Kleingartenstatus und unterliegt den Sanktionsmechanismen des Bundes­kleingartengesetzes.

 

6.    Die Nutzung des Behinderten-Parkplatzes neben Parzelle 73 ist auf Grundlage einer Genehmigung durch den Vorstand nur personengebunden für Vereinsfreunde mit amtlich bestätigter Behinderung möglich (Auslage des Schwerbeschädigten-Ausweises sichtbar im PKW).

 

7.    Im Hinblick auf immer wieder auftretende Nachbarschaftsprobleme durch von Parzellen ausgehen­den Geräuschbelastungen und durch Nichteinhaltung der Ruhezeiten ist unbedingt zu beachten, dass nach Gartenordnung täglich vor 8.00, zwischen 13.00 und  15.00 und nach 22.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ganztägig besondere Ruhe zu wahren ist. Arbeitsgeräte mit hohem Geräuschpegel können nur von 8.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 19.00 Uhr benutzt werden Rundfunk-, Fernseh- und Phonogeräte sind auf eine solche Lautstärke abzustimmen, dass niemand belästigt wird. Verantwortlich ist der Pächter des Kleingartens, auch wenn der Garten in seiner Abwesenheit durch andere Familienmitglieder/Verwandte/Freunde genutzt wird.

 

8.    Die Wasseranlage wird jeweils am letzten Märzwochenende (Termin Frühjahrsarbeitseinsatz) angestellt. Die Außerbetriebnahme erfolgt am 1. Novemberwochenende, sofern nicht schon zuvor Nachtfröste von -5°C auftreten. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Anlage nur Brauchwasser liefert, das jedoch der mikrobiologischen Überwachung unterliegt und bei Eisen und Mangan die Anforderungen der Trinkwasserverordnung überschreitet.

 

9.    Die Rasenmahd vor der Parzelle bis zur Wegmitte stellt eine Eigenpflicht und keine gegenüber dem Verein abrechenbare Leistung dar. Bei allen Arbeiten für den Verein, die angerechnet werden sollen (auch die in der Liste ausgewiesenen parzellenbezogenen Arbeiten), muss ein Abrechnungs-zettel mit Tätigkeit und Zeitaufwand in den Briefkasten eingeworfen werden. Da die vom Vorstand geführte Stundenliste (Ines Hoffmann, Parz. 59 b) von der Revisionskommission jeweils im folgen­den Frühjahr geprüft und mit dem Beschluss der Mitgliederversammlung für das zurückliegenden Jahr abgeschlossen wird, ist danach grundsätzlich eine Berücksichtigung von nachgereichten Abrechungen nicht mehr möglich. Daher sollte sich jedes Vereinsmitglied spätestens zur Infor­mationsversammlung im Herbst über seinen Stand der ausgewiesenen Arbeitsstunden informieren.

 

10.    Die Ordnungsämter in den Gemeinden des Berliner Umlandes versenden z.T. Aufforderungen zur Anmeldung der Kleingartenlauben als Nebenwohnung. Die dabei angeführte Berufung auf das Brandenburger Meldegesetz gilt aber nur, wenn man mehr als 3 Monate ununterbrochen dort wohnt. Da die Meldung als Nebenwohnung eine ideale Begründung für die Erhebung einer Zweit­wohnsitzsteuer durch die Gemeinde darstellt, sollte auf keinen Fall die Anmeldung vorgenommen, sondern schriftlich Widerspruch gegen diese Aufforderung eingelegt werden.

 

11.    Wir sind verpflichtet, auf Anforderung der Eigentümer jederzeit einen vollständigen und exakten Plan über alle Baulichkeiten und alle unterirdisch verlegten Leitungen (einschließlich der auf den Parzellen) vorlegen zu können. Da seit 2005 bei Vereinsfreund Okoniewski (Parz. 1) erst wenige Zuarbeiten (Maße und Lageskizze der Baulichkeiten einschließlich Terrasse, Abwassergrube mit Volumen, Verlauf aller unterirdischen Leitungen) eingegangen sind, wird er die erforderlichen Angaben für die noch fehlenden Parzellen gemeinsam mit den Parzellennutzer aufnehmen. Da wir eine rechtliche Verpflichtung haben, hat Vereinsfreund Okoniewski nach Terminvereinbarung mit dem Nutzer die Befugnis zum Zutritt zu den Parzellen.

 

12.    Durch den überhöhten Verbrauch durch eine zu große Zahl von Beregnungsanlagen ist es trotz der maximalen Leistung der Pumpenanlagen von 12-15 m³ je Stunde bereits zu Zusammenbrüchen der Wasserversorgung gekommen, die jeweils wieder ein zeitaufwändiges manuelles Hochfahren der Anlage erfordern. Daher ist eine maßvollere Nutzung dringend erforderlich (für einen weiteren Brunnen ist mit ca. 20.000 € zu rechnen), d.h. Verlegung der programmierbaren Beregnung auf die Nachtstunden (hat auch einen höheren Wirkungsgrad der Beregnung zur Folge) generell und bei erkennbarem Druckabfall sofortig Reduzierung der Wasserentnahme.

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